Rundgang II – Zwischenzeiten und Gegengedächtnisse

1998 wurde in der ganzen Schweiz bedeutender historischer Ereignisse gedacht: Man erinnerte an den Westfälischen Frieden 1648, die Proklamation der Helvetischen Republik 1798 und die Bundesstaatsgründung 1848. Dass es neben diesen grossen Erinnerungen auch andere «Zwischenzeiten und Gegengedächtnisse» gibt, verdeutlichten wir in unserem zweiten Rundgang «Luzern im Fin de siècle», der vor allem das Jahr 1897 aus einer lokalen Perspektive beleuchtete.

1997 zeigten wir, was vor 100 Jahren im Untergrund los war. Die Polizei bespitzelte italienische Anarchisten und das Militär wurde aufgeboten wegen des Maurerstreiks. Am 1. Mai redete der Anwalt der Linken, Josef Albisser. Neben den ersten bewegten Bildern beschäftigte vor allem die Eisenbahn die Bewohnerinnen und Bewohner des Untergrunds: Luzern erhielt endlich den Anschluss an die Gotthardbahn, die Bahnen sollten verstaatlicht werden und die Nordostbahn-Angestellten streikten mit Erfolg. Gleichzeitig setzten sich Kirche und Sozialdemokratie für mehr Arbeiterschutz ein – und bekämpften sich weiter.

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